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    - Gedankomat -

    Mittwoch 1.12.2021 - Ick verschwör' dir!

    Am 4.12.2021 wollen die Querdenkblitzbirnen durch Kreuzberg laufen. Die hör'n nie auf anscheinend. Auch wenn ich aufgehört habe, Motivation und Motive dieser ignoranten und antisozialen Bewegung verstehen zu wollen, sollen sie selbstverständlich keinen einzigen Meter vorankommen. Und hey, es geht hier nicht um Kreuzberg. Klar ist das nochmal eine ganz besondere Provokation, aber es gilt weltweit, den rechten Knallköppen den Weg zu versperren. Die haben keine Idee von einer respektvollen, umsichtigen und solidarischen Gesellschaft, die haben nur Verschwörungsquatsch und alternative Falschbehauptungen plus ein Übermaß an Egozentrik gepaart mit einem Freiheitsbegriff, der eigentlich nur Ihresgleichen mit einschließt. Also: Immer hübsch dagegen, egal wo sie auftauchen. Und je nach Situation die eigenen Gegenmittel gut und klug auswählen. Es nervt und ist müßig, aber es wird leider auch nie aufhören. Und es wird schlimmer, wenn wir schweigen. Achtet auf Ankündigungen. Mittags geht's los rund um den Bereich Märkischer Platz in Mitte.

    Montag 8.11.2021 - Koofen!

    Kiek ma', watt @ so allet hübschet jibbt!

    Wennste willst, mach' ich dir'n schönet Paket fertig:

    4 der 6 CDs

    plus

    eine der beiden LPs oder das Taxibuch

    plus

    meine Biografie

    plus

    Plakat von Tod und Mordschlag (nicht auf dem Bild zu sehen)

    plus

    eins der beiden Shirts (allerdings nur Größen M und S)

    für 65 Euro!

    Ohne Shirt n Fuffi!

    Und hey, da ist Porto schon mit drinne!

    Und was du schon hast oder was dir nicht gefällt, verschenkste weiter!

    Einfach Mail an mich:

    newyok@gmx.de

    mit der Betreffzeile KOMMERZSCHWEIN

    Dienstag 5.10.21

    Ick gloob, @ hackt!

    Dickes sorry für die Störungen und Ausfälle gestern. Ich wollte ja eigentlich nur einen Account wegen den Pandorra-Papers hacken. Konnte ja nicht ahnen, dass ich damit große Teile von Facebook lahmlege. Soll nicht wieder vorkommen!

    War letzte Woche erstmalig auf einem 2-G-Konzert im Festsaal Kreuzberg. Schön mit Impfpass vorzeigen beim Einlass. Dummerweise wurden die dazugehörigen Ausweise nicht gecheckt, so dass im Prinzip jede*r rein konnte, der*die n fremdes Handy von eine*r*m Geimpften zur Verfügung hatte. Ich mein, Subversivität beim Reinkommen ist den Menschen aus der Subkultur-Szene ja nun durchaus vertraut, oder?! Komisches Gefühl. Aber fordere ich nun ernsthaft noch mehr Kontrolle? Nö! Ganz bestimmt nicht. Aber save ist das auch nich'. Haben uns dann maskenfrei dennoch ferngehalten von den gedrängten Menschen vor der Bühne. Ungefähr 250 waren insgesamt da. Etwa 50 haben immer getanzt und bei den Hits haben fast alle mit dem Kopf gewackelt. Jedenfalls bei AKNE KID JOE. 17 Euro Eintritt fand ich happig! Kann mich nicht erinnern, dass ein Konzert von mir, von uns jemals soviel Kohle gekostet hätte. Die Vorgruppe LOBSTERBOMB fand ich'n kleines bisschen langweilig. Outfit offenbar gaaaanz wichtig, so 80er-Style. Musik mit zwei Gitarren und einem Schlagzeug, okay, interessant, und der Gitarrensound auf jeden Fall nach meinem Geschmack, aber inhaltlich kam da leider gar nix. Und die Attitüde hat mich null geflasht. AKNE KID JOE hat dann Spaß gemacht. Haben das Rad musikalisch nun auch nicht neu erfunden und sind in den Reim-und Lyric-Schemen sehr einfach gestrickt, haben aber wenigstens was zu sagen und eine Haltung. Außerdem packen sie ne Menge Humor und Lockerheit mit rein, das gefällt! Rappeln auch nicht die Songs einfach runter, sondern entertainen zwischendurch ein bisschen und erzählen was. Das wirkt manchmal fast behäbig, passt aber irgendwie auch zu ihrem Stil. Und klaro singen alle mit, wenn es dann endlich heißt "Ich hab' einen Antifa-Tarifvertrag!". Wir sind trotzdem etwas früher gegangen. Ich kannte da keinen Menschen. Und so richtig Punkrockpublikum war das irgendwie auch nicht...Alles komisch zur Zeit.

    Was eigene Auftritte angeht, bin ich skeptisch. Habe mich komplett entwöhnt. Würde gerne mal wieder ein paar Lesungen machen mit ein bisschen Musik dabei. Habe noch Bücher nämlich. Und Lust aber auch! Aber jetzt erstmal das Jahr zuende bringen, wa!? Gehabt euch wohl! Ick muss arbeiten!

    Dienstag 14.9.2021

    Vinyl vinyl antifascista!

    TISCHLEREI LISCHITZKI – Wir Ahnen Böses

    Wie schön ist es, im Besitz einer neuen wirklich guten antifaschistischen Vinyl-Schallplatte zu sein. Und wie schade, dass sie noch kaum jemand kennt. Deshalb möchte ich euch davon erzählen. Die Band heißt Tischlerei Lischitzki, das Album „Wir Ahnen böses“. Die Doppeldeutigkeit des Titels habe ich erst nach dem zweiten Mal hören bemerkt. Tischlerei Lischitzki ist eine Jungs-Band aus der Region Lüneburg. Es ist DIE Band, mit der wir (option weg) bisher die meisten Auftritte bestritten haben. Schwere Akkorde, inhaltliche Tiefe, nie banal, immer Punk. „Wir Ahnen böses“ ist ein antifaschistisches Konzeptalbum und schert sich einen Scheiß um populäre und/oder angesagte Attitüden. Für mich eine große Wohltat. Ich habe zuviel ALERTA ALERTA ANTIFASCHISTA auf Mainstream-Basis gehört. Das können andere gerne bierselig beim Rock am Ring mitsingen. Ist auch wichtig, ich weiß. Ich mag es aber lieber, wenn es inhaltlich mal tief geht und unbequem wird, wenn es mal KEINEN eingängigen Refrain gibt, wenn der dritte Akkord mal nicht der ist, den du erwartest. Das Album ist ein exzellentes Beispiel für gute Erinnerungskultur, das viel Bezug zur Gegenwart nimmt. Besonders beeindruckend der Song FAMILIENGESCHICHTE: „(…)Wolfgang Mirosch ermordet in Auschwitz mit nicht mal 7 Jahren, weil er ein Sinto war (…)“ Der andere Name der fällt, ist Robert Heinrich Salau, der auch ermordet wurde. Am Ende des Liedes wird rausgeschrien: „Hier habt ihr eure Namen zurück!“ Die ruhige Instrumental-Einleitung auf Seite 2 trägt den Titel 28463. Das war die Häftlingsnummer von Robert. Das Layout der Platte ist voll mit historischen Archiv-Schnipseln, jeder Song ein emanzipatorischer Beitrag zu heutigen antifaschistischen Kämpfen. Großartig! Holt euch diese Platte bei