POCKETPUNK

Mittwoch 28.12.2016 - Weitsprung

Der letzte Eintrag in diesem Jahr. Ein Rückblick fällt so schwer. Überall wird an die bekannten Menschen erinnert, die 2016 starben. Von David Bowie bis Muhammad Ali, von Dario Fo bis Fidel Castro, von Oleg Popow bis Götz George. Unerwähnt bleiben wie immer die Millionen, die es einfach so weggekloppt hat in Aleppo, im Mittelmeer oder ganz simpel im Altersheim um die Ecke in der Blücherstraße hier in Berlin Kreuzberg. " Gestorben sind nur die, an die sich niemand mehr erinnert!" habe ich vor ein paar Tagen irgendwo gelesen. Stimmt irgendwie nicht, habe ich gedacht. Unzählige Menschen sind einfach mal weg, mehr oder weniger in Unwürde gegangen. Die sind tot, fertig/aus. Da war nicht mal ein gutes Leben in halbwegs friedlichen und/oder unbesorgten Verhältnissen. Kein Nachruf in der Weltöffentlichkeit, kein Erinnern an einen besonderen Menschen. Einfach nur beschissenes Sterben.

Ich möchte an zwei Menschen erinnern, die ich nicht kannte. Ich kannte sie nur über ihre Musik, über ihr Wirken, ihre Songs. Es sind

  • ERIK PETERSEN (14.7.2016)
  • und

  • VI SUBVERSA (19.2.2016)
  • Während Erik nur 38 Jahre alt wurde und sich offenbar selbst tötete, rockte sich Vi durch über 80 Jahre Leben. Es muss 1995 gewesen sein, als wir sie mit den Poison Girls hier in Berlin im K.O.B. live zu ihrem 60sten Geburtstag sahen. Ein Konzert, bei dem ich tanzte, weinte und lachte. Für mich ein unvergessener Abend. Das K.O.B. war ein kleiner Punkrockschuppen in der Potsdamerstraße 157, der wenig später geschlossen wurde. Das Konzert war NICHT ausverkauft. Auch Erik hätte ich gerne mal live gesehen mit MISCHIEF BREW, aber sie tourten fast ausschließlich auf der nordamerikanischen Kontinentalplatte. Schade. Jetzt ist es zu spät.

    Was wird 2017 bringen?! Neue Tote mit Sicherheit. Neue Not, neue Kriege. Neue Fluchten, neue Konflikte. Neue Hetze, neue Gewalt. Terror auf vielen Ebenen. Nette Abende, ein paar Bier extra. Coole Konzerte. Solidarische Aktionen. Nazis, die rennen müssen. Spaß mit Menschen. Tagesschau. Spaziergang.

    Ich persönlich werde leichtathletikmäßig angreifen. Weitsprung. Ich hatte schon ein paar Versuche über neun Meter in diesem Jahr. Aber ich nehme nicht an diesen offiziellen Meisterschaften teil, sondern an der WMI. Das bedeutet: Weitsprung mit Instrument. In der Kategorie Akkordeon unter 10 Kilo fange ich gerade an zu trainieren. Mit Ukulele schaffe ich 8,67. Ich springe immer vom Trampolin in einen Haufen Streuobst. Das Trampolin steht dabei zwei Meter höher auf der Garage im Garten meiner Mutter. Der Streuobsthaufen befindet sich ebenerdig auf dem kleinen Rasen zwischen dem Tulpenbeet und dem Hollunderbusch. Während des Sprunges versuche ich mindestens drei Akkorde zu spielen. Die Nachbarn meiner Mutter haben die Bullen gerufen. Sie dachten, ich sei verrückt geworden. Aber stimmt nicht, hat der Arzt gesagt.

    Leute, ich muss Schluss machen, der Pfleger kommt mit der Kackpfanne, der Spritze und dem Brei. Gleich wird hier das Licht ausgemacht. Silvester kann ich schön durch die Milchglasscheibe nach draußen schauen und die Raketen ahnen, die horizontal vorbeizischen. Einen sogenannten Polenböller werde ich unter meinem Kopfkissen zünden, das habe ich mir fest vorgenommen. Das wird ein schönes Federwerk geben. Ich hoffe, es sind auch wirklich Daunen drin. Wenn das Kissen nämlich aus Polyamid sein sollte, wird es wohl brennen...ohne Federwerk. Dann drücke ich einfach den Hilfeknopf und die Stationsschwester muss mich retten. Oder der Pfleger. Je nach dem, wer Dienst hat...und hoffentlich hat überhaupt wer Dienst dann. Vielleicht überspringe ich 2017 auch einfach und lebe erstmal in 2018. Und 2018 mach ich dann 2017. Ein Trampolin habe ich ja!

    Sonntag - 11.12.2016 / Wenn Dinge zusammen kommen

    Im Fernsehen: Eine Reportage über Alaska, über Lachse und Grizzlys, über Methangase, die unermüdlich in irgendwelchen Seen nach oben blubbern, über Wasserfälle, welche nur entstanden sind, weil Gletscher schmelzen. Über Wale, über fast unberührte Natur, in welcher ein Biber keinerlei Schiss vor Menschen hat.

    Im Taxi: Ein 65jähriger NATO-Soldat, den ich von der Dialyse abhole. Gesundheitlich schwer angeschlagen. 20 Jahre lang war er unterwegs in Afghanistan, Somalia, dem Kosovo. Ein rauer Typ, der behauptet, dass er die Kriegserlebnisse, die Gewalt, die Toten und die eigenen Taten wie einen Mantel ablegen kann. Weil ich nachfrage und ihn reden lasse, wird er emotionaler und erzählt am Ende traurig, dass er "Nestwärme" vermisse und keinerlei Freunde habe. Auch eine Familie habe er nicht. Nun hockt er einsam in Hohenschönhausen, ist krank und betrübt. Hin und wieder geht er in die Kneipe um die Ecke, wo die "Sozialhilfeempfänger" gerne Bier trinken. Die wollen aber auch nix mit ihm zu tun haben.

    Im Schokoladen: Ein klasse Konzert mit den Bands PATSY STONE und THE SENSITIVES. Nettes entspanntes Publikum, gute Ansagen, gute Songs. Insbesondere die drei Leute von THE SENSITIVES wissen zu überzeugen und nennen stets "rasicm and sexism" in einem Atemzug. Natürlich AGAINST! Punkrock, ein anderes Leben. Eine Illusion, aber ich halte mich gerne in dieser temporären Kulturnische auf.

    Im Huxleys: Ja, ich bin schon wieder in diesem Scheißladen gelandet. Schaue mir zum zweiten Mal mit Freunden die SLEAFORD MODS an. Ich mag die Jungs, aber der Glanz bröckelt. Der Laden ist zu kalt und zu groß, die Preise zu hoch, das Publikum zu ordentlich. Die Show ist zu kurz und überzeugt dennoch. Die Vorband PISSE kommt rüber wie ein Haufen aufgeregter Wohlstandskinder, die um jeden Preis auffallen wollen. Das ist vielleicht ein furchtbar ungerechtes Urteil, aber ich konnte der durchgeknallten und inspirierenden Fassade leider nichts entnehmen, was ich gerne als Substanz gedeutet hätte. Kann auch sein, dass mein viel zu nüchterner Kopf ihren guten Willen im Ansatz schon zerstören wollte.

    Syrien: Wird Aleppo eigentlich mit ein oder mit zwei "L" geschrieben?!

    In meinen Ohren: Seit Wochen ein Grundrauschen, welches mir möglicherweise sagen möchte, dass der Kopf bald explodiert. Keine Ruhe. Weitermachen. 12 Stundenschichten fahren. Probe. Mails beantworten. Website erneuern. Texte schreiben über den neuen rechten Mainstream. Endlosschleife. Ein paar Pfeile auf die Dartscheibe werfen. Cool, 76 Rest mit zwei Darts gelöscht. Wiederholung.

    In einem Strauch vorm Hotel Steigenberger: Endlos viele Spatzen. Völlig unbeeindruckt von den Geschehnissen auf diesem Planeten. Eine große Bande zwitschernder Vögel, die ihr Ding machen.

    Mein Ohrenrauschen wird weniger, das Gezwitscher dringt in meine Gehörgänge und füllt sie aus. Mein Verstand kann die Töne übersetzen. Ich schaue genauer in den Strauch. Ein Spatz schaut mir direkt in die Augen und sagt: "Hey Taxifahrer, pass auf dich auf, sonst wirst du verrückt! Du musst öfter zwitschern, denn dann siehst du den ganzen Scheiß um dich herum nicht und bist beschäftigt!". Als ich antworten will, kommen nur noch Laute aus meinem Mund. So etwas ähnliches wie Entenschnattern gemischt mit Löwengebrüll. "Musste noch mehr üben!" lacht der Spatz. "Klar, Übung macht den Meister!" kann ich plötzlich sagen. "Und die Meisterin auch!" verbessert mich der Spatz! "Jaaa!" sage ich viel zu laut. "Mit wem sprechen sie da??" fragt mein Fahrgast. "Mit dem Spatz da!" antworte ich verständnislos. "Ich war auch mal verrückt" röchelt er. "Geht es ihnen nicht gut?!" frage ich. "Doch doch...ich sterbe bloß mal eben!" haucht er. "Alles klar!" kommt es mir über die Lippen. "Kein Problem!". Dann nehme ich mir noch eine Wolke aus dem Regal und werfe sie in eine Filiale der Deutschen Bank. "Wolkenbruch!" ruft irgendwer. "Genau!" sagt der Spatz.

    Dienstag 15.11.2016 - Nazi Trumps FUCK OFF!

    Der Spruch stand bei Jello Biafra auf'm Shirt als er mit seiner Band im August in Berlin spielte. Fand ich super! Zu der Zeit hat allerdings kaum jemand daran geglaubt, dass ein Arschloch Präsident werden kann. War mal wieder so ein bitterer Irrtum. Schade! Die haben den echt gewählt. Und wer sind die? Die "ABGEHÄNGTEN" und die "BESORGTEN" mal wieder...Kannste auch zusammenfassen in einem Begriff: Die abgehängten Besorgten...oder noch besser "die abgehängten Besorgten mit der großen Angst". In Europa ist das ja auch eine richtige Massenbewegung. Alle sind plötzlich besorgt und abgehängt irgendwie. Gestern sagte irgend so ein Hirni, dass er deshalb Trump gewählt hat, weil er regiert und nicht bestimmt werden will. Was'n Statement. Ich wollte nie regiert oder bestimmt werden, weil das nicht geil ist. Vielleicht male ich mir bald sowas wie GEGEN ABGEHÄNGTE UND BESORGTE! auf meinen Pullover. Der Journalist Hajo Schumacher, der immer ein schlechtes Wort übrig hatte für Pegida, AFD und Konsorten, räumt plötzlich demütig ein, dass er diese Leute dann wohl doch nicht ernst genug genommen hat. Das seien gar nicht alles Rassisten und Rassistinnen. Ey Hajo,...das stimmt, aber musst du deshalb jetzt so tun, als wären die alle cool?! Musst du dieser ganzen Scheiße jetzt eine Legitimation erteilen?! Unzufrieden waren Menschen geschichtlich gesehen schon oft und immer wieder. Bei den einen schlägt sowas dann in Hass und Pogrome um, bei anderen eher in Revolte und Revolutionen, die sich direkt gegen Herrschaft und System richtet, und nicht gegen vermeintlich andere "fremde" Kulturen. Ich musste mir in der Taxe neuerdings auch wieder vermehrt was von der jüdischen Weltverschwörung, kriminellen Arabern und hitzigen Türken anhören. Ich hab' die entsprechenden Fahrgäste erstmal alle bei mir im Keller eingesperrt. Und die kriegen jetzt jeden Morgen von mir das Buch OH WIE SCHÖN IST PANAMA vorgelesen, bevor ich sie danach jeweils einzeln durchschüttel. Das mit dem Durchschütteln geht gut, weil sie ja gefesselt sind, aber es scheint nix zu bringen. Die jaulen nur noch mehr. Ich dachte, vielleicht fallen Schrauben raus aus denen, oder ein paar Tassen...aber nix...nur Gejammer und schlechte Worte. Vielleicht brauchen die auch'n größeres Gehege. Naja...

    Was ich auch noch loswerden wollte, ist, dass ich meinen Player hier auf der Seite mal ein bisschen aufgefrischt habe mit neuen Songs. Den großartigen SITZPONGO von Tod und Mordschlag könnt ihr jetzt hören und auch zwei Gästesongs von "Milch und Blut" und von "Wonach wir suchen". Außerdem findet ihr auf meiner Bandcampseite ein scheinbar neues Album...Eigentlich sind es aber nur 7 Songs. Zwei ganz aktuelle sehr neue und 5x Quetschenpaua von den alten Kassetten, aus jedem Jahr ein Lied. Und weil das schon so lange her ist, sage ich euch auch gleich dazu, dass es noch wenige Hoodies und Shirts mit dem OLD BUT PUNK-Motiv gibt. Könnt ihr gerne bestellen bei mir. Is' beste Qualität, digga, schwör! Guckst du!

    Der Aufdruck ist jeweils hinten auf den Sachen.

    Montag 7.11.2016 - Wärst du doch in Düsseldorf geblieben!

    So war das in Düsseldorf!

  • TIRED!
  • FORBIDDEN!
  • Bedankt an alle Beteiligten!

    Montag 10.10.2016

    Unsere Konzerte in Cottbus und Göttingen am letzten Wochenende

    "Hoppla!" ruft der oberkörperfreie Punk in Cottbus und macht einen Salto mitten auf der Tanzfläche ohne dabei auch nur einen Tropfen Bier zu verschütten. "Wollte ich auch gerade sagen" antwortet die Trans-Frau auf deren Fuß er landet: "Lass' uns mal'n Klamottentanz machen!" "Was'n das?" fragte der Punk. "Hier zieh an!" lacht die Transfrau und gibt ihm ihre Kapuzenjacke mit dem "option-weg-Logo" auf dem Rücken. Der Punk zieht das Ding über und die Transfrau packt ihn oben an den Reißverschlussnähten und fängt an zu springen. Ein wilder Pogo beginnt, dann fallen sie zusammen um und lachen. Gegröhle und betrunkenes dreckiges Lachen von einer Männercombo. Eine Frauengang geht auf diese zu, nimmt den Jungs die Biere aus der Hand. Sie trinken alle einen großen Schluck, dann geben sie die Flaschen zurück. "Sorry!" sagt einer der Lautesten. "Kein Ding!" lacht eine der Frauen zurück. Ein Verwirrter entert die Bühne und ruft "Hass und Tod euch allen!". Ein Hipster mit Lacoste-Shirt kommt dazu, nimmt ihn in den Arm und sie stagediven gemeinsam in die Menge. Die Band spielt einen Hardcore-Walzer. 5 Faschos dringen in den Konzertraum ein, werden erst von allen rausgeschoben und bekommen dann draußen ein paar Fäuste und ein paar Tritte. Sie fliehen, zwei Flaschen verfehlen sie nur knapp. "Jetzt ham'se Schiss die Schwuchteln!" ruft ein Typ. Transfrau und Punk, die gerade in einem Gespräch vertieft sind, reagieren als erste und nehmen sich den Kerl vor. Sie stellen sich dicht an ihn heran und fragen wütend: "Was hast du gesagt?!" Der angesprochene Typ mit dem OI-Patch auf dem Arm zeigt ihnen aggressiv den Stinkefinger und wird 10 Meter an die Seite geschoben. Transfrau und Punk gestikulieren, dass sie das alleine mit ihm regeln können. Sie reden. Die anderen Leute gehen wieder rein und feiern weiter. Das Dreiergespräch ist kontrovers. Nach einer halben Stunde sind auch sie wieder in der Menge im Inneren des "Chekov". Der letzte Song wird würdig beklatscht. 4 Stunden später räumen alle gemeinsam den Laden auf.

    Göttingen: Das Konzert wird mittendrin abgebrochen und zwei Drittel des Publikums geht los und besetzt ein Haus. 5 Kilometer entfernt brennt die Karre eines bekannten Nazis. Eine Hundertschaft Bullen kommt vorbei. 20 von ihnen verheddern sich in einem Netz, welches von oben auf sie geworfen wird. Mehrere Eimer Farbe werden auf sie gekippt. Eine weitere Hunderschaft rückt an und stürmt das Haus. Sie treffen niemanden mehr an, die Besetzer_innen sind längst wieder im Juzi und das Konzert wird fortgesetzt. Relfpolk und Daisy Chain rappen böse und befreit zugleich. Alle haben eine gute Nacht. "Option weg" zieht noch ein paar Blocks weiter und spielt ein vorsichtiges Unplugged-Konzert in einer Geflüchtetenunterkunft. Kontakte und neue Ideen entstehen. Wir nehmen sie mit in den hellgrauen Morgen. Gemeinsam handeln, die Vereinzelungen überwinden!

    G E D A N K E N S T R I C H

    Alles frei erfunden, aber wir hatten trotzdem ein geiles Wochenende!

    Antifascista siempre! Libertad!

    -

    Samstag 17.9.2016 - Stabiles Helsingborg in Not und Lage

    Hallo ihr Pannekuchenverdrücker und Festtagskrawallinas! Nun sind auch die beiden aktuellsten Alben von mir auf Bandcamp zu hören und downzuloaden. Als Nächstes werden gaaanz alte Sachen und/oder gaaanz neue Sachen auftauchen. Auch ein paar Stücke von alten Tapes, die nicht auf der Quetschenpaua-CD drauf sind. Und, wie schon erwähnt, sind die Downloads in den ersten Tagen jeden Monats umsonst (wenn ihr das denn so haben müsst oder wollt). Klickt einfach auf den

  • Pferdeschemel voller Zucht und Randale!
  • Montag 12.9.2016 - ...immer positiv zu denken...

    Öh...habe gerade diesen Videoclip von mir entdeckt. Entstanden beim Soligig für die Rigaer 94 auf'm Dorfplatz vor etwa 2 Monaten:

  • WER HAT DIR BLOß ERZÄHLT, ES SEI GUT...
  • Bin nicht gefragt worden deswegen, aber das ist leider "normal". Ein guter Reminder an die Dauer-Trouble-Baustelle isses trotzdem.

    One fight /one struggle /and take care of your neighbourhood!

    Montag 5.9.2016 - Arschlöcher fom Dienst

    20,8 Prozent für die AFD in Meck-Pomm! Yeah! An der CDU vorbeigeturnt und sie sogar überholt. Make Nationalism a threat again! Make germany great again! Die AFD ist für die Parteienlandschaft das, was die Forensik für die Polizei bedeutet. Sie macht Spuren sichtbar. Im Falle der AFD sind das Spuren der Unzufriedenheit, die eng verbunden sind mit nationalistischem Denken und einer patriachalen und rassistischen Komponente. Leute, die so drauf sind, wählen die AFD. Würde die CDU mal ihre Hardliner in die erste Reihe lassen, wäre das nicht passiert. Kommt mir nicht mit Ängsten und hört bitte auf, das zu entschuldigen. Es gibt dieses Potential in der Bevölkerung. Obrigkeitshörige Leute, die sich nach einer starken Führung, nach einem abgeschotteten "Deutschland für Deutsche" sehnen. Die sind einfach mal da! Die leben hier alle. Massenhaft! Es sind noch mehr als diese 20 Prozent. Was der AFD noch so ein bisschen fehlt, ist eine begleitende Kultur, die sich öffentlich zu ihr bekennt. So Leute wie der Schauspieler Heiner Lauterbach und die Boxerin Regina Halmich für die CDU oder etwa Iris Berben und Boss Hoss für die SPD. Überlegt mal selbst, welche Musiker_innen ihr zum Beispiel der AFD zuordnen würdet. Oder gibt es da Leute aus den Bereichen Sport oder der Schauspielerei, die sich öffentlich bekannt hätten?! Mir fällt nix ein, außer Bushido vielleicht, aber das hefte ich eher unter Eigenwerbung und Marketing ab. Ich bin mir dennoch sicher, dass es nur noch ein paar Jahre dauert, bis es die ersten Koalitionen von CDU und AFD geben wird. Oder aber, die andere Möglichkeit: Die AFD verschwindet wieder genauso schnell, wie sie aufgetaucht ist. Aber Vorsicht, die Ressentimenschen werden bleiben und sind in so einem Fall lediglich wieder ein bisschen unsichtbarer geworden dann. Leider sind auch musikalische Bekenntnisse gegen die AFD rar gesät und dummerweise ist der aktuelle Beitrag von

  • Jennifer Rostock
  • ein ziemlich schlechter, weil er der AFD viele Dinge unterstellt, die so tatsächlich nicht stimmen und anders in ihrem Parteiprogramm stehen. Zum anderen lassen sich viele Kritikpunkte problemlos anderen Parteien zuordnen (von der Rente ab 67/68/69 sprechen zur Zeit vor allem die CDU und die SPD). Sorry Jennifer Rostock, so sehr ich mich freue, dass ihr euch diese Mühe gemacht habt, so peinlich ist der Beitrag am Ende leider auch, weil er inhaltlich ungenau und daneben ist. Das ist so, als wenn du behauptest, dass Frei.Wild sich nicht in einer langen Erklärung auf ihrer Website vor einem Jahr eindeutig gegen Nazis und Rassisten abgegrenzt hätten. Die Überschrift dieser Erklärung heißt DIE WELT IST BUNT. Versteht mich nicht falsch. Die haben einfach kein Bock auf extreme Rechte auf ihren Konzerten und in ihrer Karriere, das ist meines Erachtens die Motivation, weswegen sie das mal öffentlich niederschreiben wollten. Für mich bleiben sie eine rechtkonservative Band mit völkischer und männlich heteronormativer Attitüde,...völlig mainstreamkompatibel, langweilig und unhübsch, klaro! Aber du kannst nicht so tun, als hätten sie sich zum Thema Geflüchtete nicht halbwegs okay geäußert. Du musst es einbeziehen, wenn du sie kritisierst. Das ist mühsam und macht keinen Spaß, deswegen belasse ich es im Zweifelsfall trotzdem bei einem schlichten "FUCK YOU!". Und das gilt auch für die AFD!

    Montag 29.8.2016 - In eigener Sache

    Hee da! Mal wieder! Ich freue mich, dass ihr diese Seite immer wieder klickt und dass einige darüber auch zur Kenntnis genommen haben, dass ich mittlerweile bei Bandcamp dabei bin und ihr die Möglichkeit habt, meine Alben dort runterzuladen. Die beiden aktuellsten von 2012 und 2014 fehlen noch, werden aber bald folgen. Auch alte Raritäten kommen wahrscheinlich noch dazu. Ein neues Album mache ich (noch) nicht, weil die Nachfrage nach CDs oder Schallplatten extrem abgenommen hat. Auch die Bereitschaft für einen Download mal ein paar Euro locker zu machen, ist eher gering. Das alles führt dazu, dass auch meine Motivation, etwas Neues auf den subversiven Markt zu schmeißen, sich in Grenzen hält. "Produzieren" kostet, Leute. Die Meisten von euch wissen, dass ich Taxi fahre und damit den größten Teil meiner Kohle verdiene, aber hey, so'ne LP oder 'ne CD verkaufe ich trotzdem schon ganz gerne auch mal nebenbei. Auswahl gibt es genug. Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich es bei Bandcamp komplett den Leuten überlasse, ob sie etwas zahlen wollen oder nicht und habe mich, wie ihr seht, dagegen entschieden. Ich werde aber, und nun werden alle belohnt, die bis hierher gelesen haben, immer am Anfang jeden Monats den freien Download freischalten. Immer so ein paar Tage. Somit könnt ihr in dieser Zeit, den Preis selbst bestimmen oder aber auch nix bezahlen. Ich bin gespannt, was dann passiert. Ich fänds übrigens auch super, wenn ihr mal schreibt, was ihr denkt, was fair ist und wie es miteinander funktionieren kann in puncto Musik machen und Musik weitergeben. Habt ihr Interesse an einem neuen Album und wenn ja, was hättet ihr denn gerne?! LP, CD oder reicht euch Bandcamp?! Ich denke gerade über eine 10-Inch nach. Wärt ihr dabei? Schön mit der PUNKROCKSONNE drauf?! Mit option weg reden wir auch über so Dinge. Als Band biste noch mehr am Arsch, wenn keine/r dein Zeux kauft. Dann kannste nämlich nicht ins Studio gehen, weil Aufnehmen ganz ordentlich kostet. Letzten Samstag haben wir übrigens mal wieder eine Scheune gerockt mit option weg. Das war wunderbar. In Benkendorf bei Salzwedel. Supertolle Leute da und eine sehr angenehme Atmo. Und auch das Bier war auch lecker. Habt ihr fast alle versäumt...selber Schuld, Blödies! War nämlich auch umsonst. Ha! So, nun schreibt mal fix ein paar Zeilen an

    newyok@gmx.de

    Ich hab Bock auf Post und Rückmeldungen! Macht mal!! Seid mal kreativ. Ich will was mitkriegen von euch. Schluss mit der Rumschnarcherei! Äußert euch! Rebelliert! Jede Stimme ist wichtig, aber gebt sie nicht den Parteien!

    Samstag 20.8.2016 - Joe and Rio

    Rio Reiser ist heute vor 20 Jahren gestorben. Joe Strummer wäre morgen 64 Jahre alt geworden. Cheers! Viele werden an euch denken!

    Donnerstag 4.8.2016 - Alter Falter!

    Gestern im so36 haben Jello Biafra and the Guantanamo School of Medicine gerockt. Wir waren auch mit ein paar alten Faltern dort. Von Falter gibt es keine weibliche Form, oder?! Falterin passt ja nicht...und "alte Falte" noch weniger. Jedenfalls haben wir uns diese alten Falter auf der Bühne mal schön angeschaut und in unsere Ohren gelassen. Vorher waren ein paar junge Falter namens Gang Zero am Start. Sehr jung noch, aber schon dolle tättoowiert überall. Naja. Ham' musikalisch gut harmoniert, sich aber nicht einmal aufeinander bezogen während der Show. Weiß auch nicht,...jeder spielt für sich, jeder posiert da rum, aber nur nach vorne. Stört mich sowas. Die waren für mich keine gute Bande. Und sie senden dadurch unterbewusst auch genau das, was Mainstream ist und sich mehr und mehr durchsetzt: Jeder kämpft für sich alleine. Mönsch Leude...Musik machen in einer Band ist wie'ne Kleingruppe auf 'ner Demo...Du musst hin und wieder mal nach den anderen gucken, gemeinsame Impulse finden, aufnehmen und rocken. Wenn du dieses Gefühl nach innen nicht entwickelst, wirst du nach außen schwach bleiben. Da helfen dir dann auch nicht die vermeintlich coolen Attitüden wie der extrem tiefhängende Bass oder das mit Haaren zugehängte Gesicht. Das sind Äußerlichkeiten, Oberflächlichkeiten...das rockt mich Null, im Gegenteil. Aber gut, bin ja auch'n alter Falter. Für mich macht ihr das ja auch nicht, schätze ich. Die fünf Herren von Jello Biafra and the guantanamo school of medicine hingegen haben mich für so manches entschädigt, was ich an Nervereien in letzter Zeit hatte. So so geil! Bei den ersten beiden Stücken war ich schon gut aber sehr verhalten dabei. Dann kam

  • Fork Boy (hört da unbedingt mal rein, wenn ihr das nicht kennt)
  • und ich fand mich unversehens wieder im pogenden vorderen Mob. Ich konnte gar nicht anders und glaubt mir, das habe ich so lange nicht mehr erlebt. Ich bin ja eher so'n Zugucker und Minimalbeweger auf Konzerten. Die Musik und die Performance waren aber absolut mitreißend. Zwischendurch intelligente Ansagen, ein bisschen Entertainment, begleitende eindrucksvolle Gesten, viel Wut und eine Band, die alles wegkloppt. Mir ist kein einziger Ellenbogen ins Gesicht geflogen, ein bisschen hat der Nacken was abbekommen, ein bisschen der linke Fuß, aber scheiß drauf. Vieles war gut! Danke so36, dass ihr immer noch da seid und sowas organisiert. Danke Jello, Ralph, Kimo, Andrew und Paul für dieses Energiefeuerwerk. Kein Vergleich zu der lahmen und doppelt so teuren Show von PIL vor knapp drei Monaten, von der ich hier ja auch berichtete. Ich weiß für die nächsten zwei Tage für mich wieder, wo es lang geht...jedenfalls so in etwa...! Bildet Banden!!

    Donnerstag 21.7.2016 - Alles brennt, nichts bleibt.

    In einem aktuellen Interview wurde ich gefragt, wie ich es schaffe, den Kopf auf den Schultern zu behalten, nicht aufzugeben, nicht zu resignieren. Ich beantwortete das damit, dass ich keine Traumatas mit mir rumschleppen muss und dass der rege Zuspruch, den ich erhalte, weil ich mache, was ich mache, ein gutes Lebensmittel ist, welches mir stets Kraft und Energie gibt. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Ereignisse wie der Amoklauf in Nizza oder der Militärputsch in der Türkei filtere ich sauber weg aus meiner Realität wie so vieles andere auch. Ich kann mir gut in die Tasche lügen, das ist alles. Sonst wäre ich längst eine/r von denen, die auf der Straße vor sich murmeln und/oder schreien. In dieser lauten gewaltätigen Zeit, ist es vielleicht gut, einen guten

  • Artikel über Früchte des Zorns
  • zu lesen. Dort wird vortrefflich beschrieben, wie sie mit dem alltäglichen Wahnsinn umgehen und wie sie darauf reagieren (müsst euch einmal weiterklicken). Das ist bestimmt auch eine Hilfe für manche/n. Ich persönlich werde mich jetzt wieder unter den Tisch setzen, meine Ponderosa-Playmobilfiguren rausholen und sie mit Salatdressing übergießen während ich den Song "Herzilein" von den Wildecker Herzbuben vor mich hinsumme. Wir sehen uns im Mittelfeld! Ach so, mein Felgensittich hat ein neues meiner Albumme...AlBUMS...äh Alberne...also Alpen auf Bandcamp hochgeladen. Gerne hätte ich dafür mehrere Millionen Euro (einen Teil würde ich spenden). Finkenflug, Leute!

    Dienstag 12.7.2016 Bandcamp

    Huba! Ich bin wieder 10 Jahre zu spät, ich weiß, aber immerhin, ich hab'jetzt'ne Bandcampseite. Werde nun peu a peu meine Alben hochladen. Aber ich lasse mir Zeit. Hier der direkte Link:

  • Y
  • Jeder Song hat'n eigenes Foto und so...könnt ihr mich ma' loben wegen der Mühe, wa!

    Donnerstag 30.6.2016 - STORNO

    option weg-Konzert morgen in HH fällt leider aus!

    Montag 27.6.2016 - Boom! More cops more bombs for a better life...

    ...das sind Zeilen aus einem neuen Song, den wir seit geraumer Zeit mit option weg rocken. Habe gerade den Text in meinen Liedtexten gespeichert, wenn ihr mal nachlesen wollt:

  • booom!
  • Läuft ja vieles mal wieder richtig daneben gerade,...Erneut Ausnahmezustand in der Rigaerstraße. Die Leute werden einfach nicht in Ruhe gelassen. Deutschland gewinnt das Achtelfinalspiel bei der EM. Langweiler! Europäischer Nationalismus ist überall im Aufwind und wird immer hässlicher. Dumme dumme Europas und Euromas. Armut, wohin du schaust. Armut raus!! Für die meisten geflohenen Menschen, die schon hier sind, verbessert sich rein gar nichts. Sie werden schlichtweg nicht gesehen und müssen ausharren in den Massenunterkünften. Selbst Schwangerschaften scheinen kein Grund mehr zu sein, den Frauen sofort und direkt zu helfen. Alle werden solange schlecht behandelt und/oder ignoriert, bis sie irgendwann freiwillig wieder verschwinden. Den armen Bewohner_innen Berlins, die schon immer hier waren, geht es da nicht viel besser. Ich habe am Wochenende ein Konzert auf dem Sommerfest der Kälteschutzinitiative im Mehringhof gespielt. Das war sehr besonders. Obdachlose, Helfer_innen und Symphatisant_innen haben ein kleines einfaches Fest gefeiert. Und Leute, auch wenn es komisch klingt, aber es war WUNDERSCHÖN! Essen und Trinken gab es gegen Spende oder umsonst. Die Leute vom CLASH, der Punkrockkneipe im Mehringhof haben tatkräftig mitgeholfen und es war eine wirklich klasse Atmosphäre. Vielleicht waren so hundert Menschen anwesend. Du konntest fühlen und sehen, wieviele zerplatzte Träume hier auf engem Raum beieinander sind. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Ich habe mich zuhause gefühlt,...verbunden mit dem, was stattfand, verbunden mit den Menschen in Not, den Helfer_innen, dem Ort, der Attitüde von Zusammenhalt, von geteiltem Leid und der ausgelassenen Fröhlichkeit, die trotzdem hin und wieder tanzte. Verbunden mit den traurigen, aber oft auch strahlenden Augen, mit den Gesprächen, die manchmal klar und manchmal sehr verwirrt daher kamen. Ein einfaches Leben ist es, was wir alle gerne hätten, in Ruhe und Frieden und dieser Wunsch eint uns. Es war einer der kuhlsten Auftritte, die ich in letzter Zeit gemacht habe. Und ich spürte, dass meine Worte, meine Musik hier vielleicht viel mehr hinpassen als in einen Teil der linken Szene, der meint, immer akademischer daher kommen zu müssen. Wo sprachlich schon ausgegrenzt wird ohne dass die Leute selbst das überhaupt merken. Elitäres Denken, elitäre Sprache. Radikale Linke, die nicht bemerken, dass ihr abgehobenes Gequatsche von einem Großteil der Menschen nicht mehr verstanden wird, sollten sich mal 'ne Erlebniswoche gönnen. Einen Tag in der Fabrik, einen Tag Plattenbausiedlung und Tauben füttern, einen Tag Bus fahren, eine Nacht U-Bahn fahren, einen Tag im Umland in einer kleinen Stadt auf dem Marktplatz sitzen, einen Tag Stippvisite auf'm Bürgeramt, und einen Tag mit Freund_innen in den Wald gehen mit Schnauze halten. Der Tellerrand ist ganz nah, glaubt mir! Und diese Kritik erfolgt immer noch aus meiner eigenen radikal linken Perspektive, nicht aus der Distanz heraus.

    Mit option weg waren wir vor 10 Tagen in Leipzig auf der Karl Helga Wagenburg. Auch'n armes einfaches Leben. Sehr gut! Und dann auf'm Punkerkullern in Dorndorf...sinnfrei und...sehr gut! Wieder gar kein Geld verdient...wie eigentlich immer, wenn wir auftreten, aber für's Gefühl war das ein großer Gewinn. Ich würde euch eh empfehlen, dass ihr mehr sinnfreie Sachen machen sollt. Das fühlt sich gut an. Zum Beispiel habe ich gestern am Spreeufer gestanden und ganz laut gerufen: "Hallo Spatzen, hallo Tauben, ich weiß, dasss ihr mich gut verstehen könnt. Ich sag euch jetzt mal was! Ihr habt es besser als ich, weil ihr fliegen könnt, aber ich kann dafür Auto fahren und das lernt ihr nie, auch wenn ihr euch noch so anstrengt! Blöde Vögelviecher! Jaaa, da staunt ihr, was?! Ihr könnt nicht mal den Bootsführerschein machen! Ich habe euch trotzdem gern, weil das nicht wichtig ist. Ich beurteile Flatteranten wie euch nicht nach ihren Fähigkeiten, sondern nur nach'm Aussehen! Das ist politisch nicht korrekt?? Mir egal, weil ihr seid politisch auch nicht korrekt! Niemand ist das! Auch Kriechtiere nich'! Und Zimmerpflanzen schon mal gar nicht. So! Ich finde dicke Vögel am Besten. Dicke Vögel in Blau...wie der blaue Elefanz! Wie?! Das heißt Elefant? Wer sagt das?! Ich sage ELEFANZ wann ich will,...denn ich bin frei, frei wie ein Vogel ohne Flügel...wie ein Elefanz ohne T...! Ja, man! Und nun fliegt alle weg! Los husch husch! Bürschchen." Wenn du so etwas in der Öffentlichkeit machst, dann schauen dich Menschen, die zufällig vorbei kommen ganz mitleidig an, weil sie denken, dass du verrückt (geworden) bist. Probiert es mal aus. Es ist eine gute Erfahrung. Aber sinnfrei....es bringt euch gar nix außer gelernter Überwindung. Beim Fest der Kälteschutzinitiative spielte übrigens auch "der brennende Zirkus". Hat mir gut gefallen und ich habe selten einen so guten Beatboxer gesehen:

  • KAUM KLICKS
  • Wir sehen uns am Freitag in HH im Gängeviertel leider NICHT, denn die Veranstalter_innen haben unser option weg-Konzert aus verschiedensten Gründen abgesagt.

  • Verpeilte Tiere!
  • Montag 30.5.2016 - Deutschland schönes Gauland!

    Neulich habe ich mal so'ne Doku über die White-Power-Bewegung in den USA gesehen. Da sagte so'ne Weißbrotglatze mit dem Unterton der Empörung zu dem Interviewer: "I'm not a Nazi,...I am a racist!" Vielleicht ist das bei dem AFD-Vize Gauland jetzt ja umgekehrt, wenn er behauptet, dass er kein Rassist sei. Fänd ich eigentlich schön, wenn die eigentliche innerliche Haltung mal so versehentlich rausrutscht. War ja quasi nur die Hälfte diesmal, wenn er über Jérôme Boateng sagt: "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben." Stellt euch vor, der Gauleiter,...äh...Schuldigung, der Gauland würde sich jetzt im Nachgang verteidigen wollen und sagen: "Das war anders gemeint, ich bin kein Rassist, ich bin Nazi!" Da würde ich doch mal klatschen und ihm auf die Schulter klopfen (mit'nem Stuhlbein...). Ist ja alles im Nachherein immer nicht so gemeint, kenn' wa schon. Es gab schon hunderte von rassistischen Äußerungen, für die sich entschuldigt wurde. Die AFD hat einen rassistischen Grundkonsens, Punkt, fertig. Ihr müsst euch dafür nicht entschuldigen. Steht doch offen dazu! Wer sich in eure Reihen stellt, ist ein Arschloch, herzlos oder gehirnfrei. Was glaubt ihr, was die vielen Geflüchteten für "Sorgen und Ängste" haben? Hört ihr die jammern, oder dass sie auf deutsche Rassisten schimpfen oder sie gar angreifen? Was diese Menschen alles schlucken, ist unfassbar. Könnte ich nicht, glaube ich. Naja, und dass dann auch Leute sauer werden, wenn Linke-Politiker_innen in den Kanon von "...aber nicht alle können hierbleiben..." einstimmen,...dann fliegt halt mal eine Torte. Muss ich jetzt nicht gut finden als politische Aktion, kann ich aber verstehen. Fast jede außerparlamentarische Gegenrede kommt mir mittlerweile hilflos vor. Die Torte ist so gesehen ein klares NEIN...aber z.B. auch ein Angriff eines Mannes auf eine Frau. Also alles doch nicht geil, alles doch nicht treffsicher,...hätte auch irgendein Fascho sein können,... In der Erklärung wird eine Linie von der AFD zu den LINKEN gezogen, Storch mit Wagenknecht verglichen. Hallo??!! Die ganze Rhetorik ist beschissen undifferenziert und ignorant. Würde mir wünschen, dass libertäre Leidenschaft und Energie sich auf die "wahren Gegner_innen" focussiert und weiß gleichzeitig, wie blöd das klingt. Aber im Ernst: Mir fallen mindestens 1000 bessere Ziele ein! Kopf auf! Und dann sei auch noch gesagt, dass ich mir überhaupt gar keinen Fußballnationalspieler als Nachbarn wünsche, denn dann steigen hier nochmal die Mieten und die Lebenshaltungskosten. Ist eh schon scheiße genug, dass soviele andere Reiche sich mittlerweile in den Schmuddel-Kiezen mit den tollen Galerien und der innovativen Kultur wohl fühlen. Viele Menschen mit wenig Einkommen wurden schon vertrieben, weil sie nicht genug Kohle haben, sich die horrenden Preise leisten zu können. Bleibt bloß in euren Villenvierteln und Grunewäldern. Und Gauland soll wieder in sein Gehege zurückgehen zu den anderen Braunbären...Arrghhh, das war jetzt fies...arme andere Braunbären...

    Und noch'n Wunsch: Böhmermann, hast jetzt genug Karriere gemacht, finde ich. Geh dich mal ausruhen und mach' ganz ruhig! Du nervst, weil du von wichtigen inhaltlichen Debatten ablenkst, indem du dich ständig zum Thema machst. Und weil auch du Satire nicht verstanden hast.

    Dienstag 16.5.2016 - No Anarchy in Huxleys neuer Welt

    Habe mir letzten Samstag John Lydon angeschaut. Live im Huxleys. Kennt ihr nicht? Besser bekannt als Johnny Rotten, okay,...jetzt aber, oder?! PUBLIC IMAGE LIMITED. 41 Euro 50. War nicht so toll gewesen, aber interessant. John ist gerade 60 Jahre alt geworden. Ein guter Performer. Klaro war ich mal wieder viel zu früh da gewesen. Ich bin immer zu früh. Auch am Bahnhof. Aber so konnte ich in Ruhe die Leute angucken, die so kamen. Durchschnittsalter würde ich so um die 50 beziffern. Fast keine jungen Leute unter 25 da. Dafür aber ein paar richtige Rentner. Viele, die humpelten oder krumm liefen, kein Witz. Die Vorband hieß LOVEBYRD. Sowas Grottiges habe ich ja selten gesehen. Drei ausdruckslose Musiker_innen, die so gar nix rocken. Der Bassist sieht die ganze Zeit den Rücken der Sängerin, weil sie seitlich performt und sich nicht einmal zu ihm umdreht. Das ganze Konzert war ein einziges Delay-Gedöns mit viel Nebel. Bass und Schlagzeug spielten rudimentäres uninspiratives Zeux zu den langgezogenen Samples...Schütteldipüttel! Mir war so richtig langweilig. Ich weiß gar nicht, wie so'ne Musik heißt. Das müsste ich aber mal rauskriegen, damit ich das in Zukunft meiden kann. Dann wurde die Bühne umgebaut. Erstaunlich, dass das alles Rowdies machen. Von der Setliste, über die Geränke bis hin zum Stimmen der Instrumente, dem Line-Check etc,...alles machen ein paar "Angestellte". Die Band lässt sich erst blicken, wenn alles fertig ist...Na denn. Schätze mal, Johnny, die alte Sex-Pilstols-Ikonen-Unke würde das auch nicht ernsthaft noch Punk nennen wollen. Ist mehr so D.D.I.Y. ("don't do it youself") und nicht das alte Punkmotto "D.I.Y", DO IT YOURSELF, welches ich, und viele andere heute noch pflegen. Naja, habe nix anderes erwartet, ehrlich gesagt. Dann ging es los. John musste ständig seine Texte ablesen, hatte aber eine schicke Präsenz im Ausdruck. Die Musik wummerte ganz hübsch vor sich hin. Einige wenige Leute gerieten in Bewegung. Große Gesten, kompakte Musik, aber nix Überraschendes. Den meisten Leuten schien es zu gefallen. Ich stand mittendrin und war enttäuscht. Da blitzte zwar immer mal wieder so eine gewisse Angepisstheit durch, aber eigentlich gehörte das auch zur Show, zum Gesamtbild, zum Produkt PIL. Ich ging noch bevor der letzte Song gespielt wurde. Hatte so einen komischen Gedanken, dass ich noch bleiben müsste, weil ich ja immerhin über 40 Euro bezahlt hatte, aber verwarf diese beknackte Überlegung zügig. Kein gutes Erlebnis. Der Abend davor war runder. In der K19 spielten

  • Hannez übern Zaun
  • Wonach wir suchen
  • und La trola
  • und ich hatte bei 5 Euro Eintritt und ein paar Biers einen klasse Abend.

    Danke dafür!

    Donnerstag 12.5.2016

    What is so funny about atrabiliousness?!

    Du sprichst englisch, aber jetzt musst du doch nachschlagen, stimmt's?! Niemand kennt das Wort, aber es existiert und schließlich habe ich es in eines meiner traurigsten Lieder eingebaut:

  • Dancin' and runnin'
  • Bin gerade eh nachdenklich und melancholisch, da passt das. Subkultur-Kolleg_innen scheint es oft nicht anders zu gehen. Die neuen Platten von "Friedemann" und "Früchte des Zorns" beispielsweise wagen sich in emotionale Bereiche, die so tief liegen, dass es ganz dunkel wird, wenn du nicht aufpasst. Ich habe (trotzdem) mal jeweils ein Lieblings-Stück auf meinem Player hochgeladen, dann könnt ihr da reinhören.

  • PLAY IT LOUD BECAUSE IT'S SO SAD!
  • Das ist Musik, die du sicher nicht in jeder Stimmung hören kannst. Ist einfach finster, aber manchmal brauchste halt auch genau das und die Tränen kullern und am Seelenhorizont verdecken graue Wolken die Endorphinwiese. Na und?! Ich persönlich will lieber mehr fetzige Sachen spielen, damit mich der Scheiß hier nicht (noch mehr) erdrückt...aber alles hat wohl auch seine Zeit. Deshalb habe ich auch die PUNKROCKSONNE wieder hochgeladen. Ein neues Solo-Album wird es übrigens absehbar nicht geben, obwohl ich wieder genug Stücke hätte. Ich denke, ich warte ein bisschen damit, so dass die Vorfreude mehr Zeit hat, sich zu entfalten. Also eure Vorfreude ist gemeint, ihr versteht?! Kennt ihr überhaupt Vorfreude?! Lass mal sehen! Kennt ihr überhaupt "Freude"? Wann ham' wir je aus Spaß getanzt?! Gibt es Nachfreude? In Greifswald war es schön gewesen letzte Woche. Ich habe Nachfreude. Kennt ihr die Geschichte von der Spinne und der Fliege? Fliege fliegt am Spinnennetz vorbei. Spinne guckt ihr böse hinterher und schreit: "Morgen krieg ich dich, Fliegenopfer!" Die Antwort der Fliege: "Fuck you! Bin'ne Eintagsfliege!!"

    Mein Tipp: Werdet oder seid

  • Fetzenfliegen!!!
  • Donnerstag 28.4.2016

    Sind saubere Klos eigentlich auch Punk?!

    Heraus zum ersten Mai! Sonntag ist es wieder soweit. 18 Uhr O-Platz. Als wir am letzten Wochenende mit option weg in der Stadtwerkstatt Linz und im EKH Wien spielten, fragte mich einer der Veranstalter_innen, ob wir auch für Parteien auftreten würden. Es ging offenbar um ein 1.Mai-Fest, bei dem die KPÖ mit drinhängt. Ich verneinte, er war enttäuscht. Aber wählen gehen würde ich doch wohl, oder nicht?! Erneutes NEIN meinerseits. Aber meine Stimme sei doch wichtig, er würde nicht verstehen, warum ich diese nicht einsetzen würde. Daraufhin habe ich erklärt, dass ich meine Stimme lieber behalte anstatt sie abzugeben und er hätte sie eben von der Bühne auch reichlich hören können. Ich bin da so'n bisschen bockig und an diesem Punkt auch vielleicht etwas einfach gestrickt, aber am End kannste eh nicht auf allen Hochzeiten tanzen und mir reicht mein Engagement "innerhalb der außerparlamentarischen Linken" (wat'ne hübsche Formulierung). Vieles war toll auf dieser Wochenendreise. Die Stadtwerkstatt, in der ich zuletzt mit Tod und Mordschlag vor etwa 18 Jahren auftrat, hat zwar von ihrem Punkrockcharme einiges verloren, aber ist trotzdem ein halbwegs subversiver Ort geblieben. Ein kurzer Spaziergang in die Innenstadt machte mich zusätzlich etwas melancholisch, weil ich in den Jahren 2002/2004 und 2006 mit Revolte Springen hier mit unseren Strassenprogrammen im Rahmen des Pflasterspektakels im Einsatz war. Wir hatten in Linz eigentlich immer eine gute Zeit miteinander und...scheisse, das ist auch schon wieder so verdammt lange her.

    Im EKH in Wien war ich auch fast 20 Jahre lang nicht mehr. Immer noch Punkrock, immer noch dreckig. Die Leute von der Konzertgruppe alle sehr nett, überhaupt fast alle, die wir trafen waren sehr nett. Aber alle waren auch mal wieder gnadenlos überfordert. 6 Bands sollten spielen und leider war nur eine Tontechnikerin am Start. Die hat wirklich alles alleine gemacht,...Hut ab, aber na klar ging es dann auch erst um 22 Uhr los und klang teilweise furchtbar. Dann wurde kurzerhand entschieden, dass jede Band nur ne halbe Stunde spielen kann/soll. Na super,...und dafür fährste 800 Kilometer oder was?! Aber war okay,...so ist es ja öfter mal. Wenig Geld, wenig Auftrittszeit, wenig Klopapier, wenig Schlaf. Dann heißt es, das beste daraus zu machen und nicht beleidigt zu sein. Macht ja alles niemand mit Absicht. Also haben wir die 30 Minuten, im Gegensatz zu ein paar anderen Bands, brav eingehalten. However, ich hatte trotzdem einen klamottigen Abend. Raw Power hat uns ("schön männlich") zugeballert mit ihrem Oldschool-Hardcore. Die Band gibt es seit 1981 (!!) und mir hat es gefallen, weil sie "bei sich geblieben sind". Hardcore war eigentlich schon immer ein lautes FUCK YOU ALL und korrespondierte nur sehr eingeschränkt mit einer gewissen Idee von political correctness einer linken Szene. Ich kann damit mittlerweile gut leben und weiß gleichzeitig, dass andere abkotzen, wenn die Typen am Ende der Show mit freien Oberkörpern dastehen. Aber hey,...wohlwollend interpretiert ist auch das ein klares Signal an die "Welt da draussen", welche Körper vermarktet und sich nur die "schönsten" dafür aussucht. Diese Bodies hier auf der Bühne im EKH waren eher old and ugly...und zweiteres war auch immer so ein bisschen das Credo von Punk. Ich weiß, ich weiß, ich kenne die Debatten darüber und im AJZ Bielefeld z.B. wären die von der Bühne geflogen, aber ich finde es nach wie vor NICHT klar, dass Nackheit nicht sein darf.

    Als letztes spielten TODESKOMMANDO ATOMSTURM. Die hatten für die späte Stunde noch'ne gute Energie. Die Bandmitglieder leben offenbar in München, was'n hartes Los, wenn du so'ne Musik machst. Hat mir gefallen, aber dennoch wirkte das auf mich so ein bisschen, als wenn die hörbare Wut eine ist, die sich eben nicht in einer sozialen, einer politischen Bewegung bahnbricht, sondern ziemlich individualisiert daherkommt. Ist ja auch klar, das ist ja wenig an linker Bewegung, auf dass du dich beziehen kannst. Und obwohl es davon vor etwa 20 Jahren noch viel mehr gab, wurde mir/uns das aber auch hin und wieder vorgeworfen..."Schlaumeierpunk" war ein Begriff dafür und ich fand das immer nich' fair, nur weil das einigen nicht "proletarisch" genug war. Darüberhinaus komme und kam ich verdammt nochmal nie aus so'ner akademischen Szene,...habe ja nicht mal Abitur...Aber spare ich mir mal hier auch weitere Vermutungen, was andere Bands angeht. Könnte sich sonst noch wie übles Gedisse anhören. Im Ernst: Ich finde TODESKOMMANDO ATOMSTURM ist ne kuhle Band. Geht mal auf die Seite

  • TODESKOMMANDO ATOMSTROM (;))
  • und guckt und hört euch das alles selbst an. Der Song "Einbahnstraße" ist Beste digga!! Die spielen übrigens im August auch hier in Berlin.

    So,...Mister Grossefresse-Yok...wat noch?! Ach so, ja, erster Mai! Wenn ihr'n Taxi braucht, haltet Ausschau nach mir. Und rockt den Block für alle! Wir sehen uns!

    Montag 11.4.2016 - ANTI-KLICK

    Das Wochenende ist wieder rum. 2 Taxischichten und einen Auftritt im Schokoladen habe ich erlebt. Der Gig war erfreulicherweise ausverkauft, die Taxischichten leider nicht. Im Taxigewerbe bin ich nicht so'ne große Nummer. Naja, im Musikbuisiness ja auch nicht. Da reicht es für einen kleinen Bekanntheitsgrad im Mikrokosmos. Deshalb sind die Konzerte meistens gut besucht und dafür bin ich sehr dankbar. Wirklich! Im Schokoladen kam viel rum und rüber. Aufmerksames Publikum. Das war vor etwa einem Monat bei der fetten Party der

  • Roten Hilfe
  • ganz anders. War auch viel voller, größer und vor allem partymäßiger. Als Solist auf großen Partys zu spielen, ist immer schwierig. Wenn es gut läuft, erreichst du vielleicht die Hälfte des Publikums. Sind ja schließlich viele nur wegen der Party gekommen und nicht wegen dir. Wenn dann 20 tanzen, 50 sich merklich rythmisch bewegen und weitere 100 sogar auch deinen Texten lauschen, ist das schon mal ne ganz gute Quote. Der Rest sabbelt, bestellt Bier, tippt auf'm Smartphone rum oder ist anderweitig beschäftigt. Angetrunken sind eh die meisten. "Szenekonsumgewohnheiten befriedigen" könnte ich das auch nennen. Die Leute brauchen ihre Pausen und Auszeiten vom anstrengenden (Polit-)Alltag. Mal ein' saufen gehen und Freund_innen treffen ist eine willkommene Ablenkung. Kann ich gut verstehen. Manchmal bin ich mir nur unsicher, ob ich dann nicht vielleicht fehl am Platze bin.

    Ich habe viel in Berlin gespielt in den letzten Jahren. Vor allem in den letzten 2 - 3 Jahren. Zielona Gora, so36, Bunte Kuh, carneval of subcultures, Weisestraßenfest, Potse, Supamolly, KVU, BAIZ, V36, Cassiopeia usw. Habe jetzt aktuell dem Tommyhaus, Cafe Cralle und der Scherer abgesagt, weil es mir auch zuviel wird. Aber ich freue mich sehr über diese Anfragen und über das positive Feedback, welches oft von den Leuten zurückkommt. Das motiviert zum Weitermachen. Ich hatte andererseits in letzter Zeit oft den Gedanken, dass in Zeiten wie diesen meine Lieder total sinnlos sind, weil eine ganz andere konkrete politische Arbeit gefragt ist,...gegen Rassisimus, gegen Nationalismus,...zur Unterstützung der vielen Geflüchteten etc,...aber dann merkst du auch schnell, dass es eh keine Arbeit gibt, die alles sofort verändert und besser macht. Und dann merkst du auch, dass Musik und Kultur die Menschen immer supportet hat und dass du das auf keinen Fall aufgeben darfst. Es ist also der Bereich, den ich weiter beackern werde, den ich anbieten kann und der auch immer wieder dafür sorgt, dass Kohle zusammen kommt für die Projekte, die wir unterstützen. Ich flankiere eine radikale linke Politik. That's it. Still alive. Alles was wir machen, darf sich aber auch nicht selbst genug sein. "Kuhl zu sein und dazuzugehören" hat noch nie gereicht. Und bei einem YOK, der auf der Bühne sagt und singt, wie scheisse die Zustände sind und wie wütend wir darauf sind, da darf es gerne anfangen, aber niemals schon aufhören. Das Kopfnicken und die Zustimmung müssen praktisch werden. Dann sind wir auf dem richtigen Weg. Ich wünsche mir das auch von den zahlreichen Fans und Anhängern von Bands wie z.B. Feine Sahne Fischfilet. Das sind so irre viele und die Frage ist ganz simple, ob dieser Bekanntheitsgrad und das Rausbrüllen einer gewissen antirassistischen Haltung mittlerweile so im linksliberalen Mainstream eingebettet ist, dass es niemandem mehr weh tut?! Was ist mit Rock am Ring? Ist es kuhl, dort zu spielen oder ist es einfach nur ein weiterer Ausverkauf von Punk, Antifa und autonomer Politik, des DIY-Gedankens (do it yourself) und der Subversivität?! Wenn ich das so formuliere, ist das kein Angriff, sondern (immer wieder)eine offene Frage. Oder bin ich selbst einfach nur gnadenlos old style und von gestern?! Ganz ehrlich, wir sind z.B. mit unserer Band "option weg" auch echt nicht bekannt oder angesagt, aber zu bieten haben wir inhaltlich und musiklalisch eigentlich einiges. Will aber irgendwie kaum jemand hören. Wieso ist das so? Wieso kriegen wir über einen Zeitraum von 5 Jahren nur die zahlenmäßige Aufmerksamkeit, die andere an einem halben Tag bekommen?! Warum hat einer der "besten Songs ever" von Hermann van Veen

    ( Paul!)

    über einen Zeitraum von 7 Jahren nur 32000 Klicks und das neue Feine-Sahne-Video geht in den ersten 2 Monaten mit 175000 Klicks durch die Decke? Die Antwort: Klicks sagen gar nix über den musikalisch/inhaltlichen "Wert" und/oder über den politisch/sozialen Gehalt aus, sondern nur darüber, was gerade angesagt ist und wo überhaupt Kapazitäten dahinter stecken, das auch zu vermarkten und zu verkaufen. Gute emanzipatorische Arbeit hat keine Klicks. Linke Radikalität bekommt keine "Likes". So sieht's mal aus. Yoks einfache Welt! Das bedeutet aber auch andersrum nicht, dass alles geil ist, was NICHT beachtet wird...VIVA BINSENWEISHEIT! Danke übrigens Konny für den Link zu dem van-Veen-Song. Kannte ich nämlich vorher auch nicht das gute Stück, obwohl mir dieser tolle durchdachte Sänger schon sehr lange sehr vertraut ist.

    PS: Sehe gerade, dass es noch fetter + fieser geht: Annenmaykantereit haben mit ihrem POCAHONTAS in den letzten zwei Monaten 3,5 Millionen Klicks geöttelt. Rockmusik für alle! Gab es früher schon mal,...Hans Hartz hiess der und er sang, dass die weißen Tauben müde seien...uuuaaahhh!!! Kratzige substanzlose Schlagermusik von vermeintlich sympathischen Melancholikern. Oder (apropo Mainstream-Sympathie-Kompatibilität): Mark Foster. Boah, geht der mir auf den Draht. Der ist zu allen nett...Deshalb! Keine Ecken, keine Kanten mehr. Und'ne Meinung eher auch nicht. Aber große und tiefe Gefühle, die er mit allen teilt...Keine Ecken, keine Kanten,...das ist es nämlich! Genau wie diese ganzen gebügelten Fußballer, die aus dem immer gleichen Phrasenpool reden. "Mein Tor ist nicht so wichtig, ich bin sehr froh, dass ich der Mannschaft heute mit meiner Leistung helfen konnte...!" Ihr angepassten Promiroboter! Ich kann gar nicht mehr aufhören, zu lästern,...aber ich mach's jetzzzttt. Ponkt! Bleibt unerkannt!

    Montag 14.3.2016 - MACHT MACHT KAPUTT

    Gestern abend kamen Landtagswale nach Deutschland. Hässliche Tiere! In Faxen-Anhalt kam einer an, der ist 24,2 Tonnen schwer. Liegt da jetzt rum und wälzt sich in seiner Kacke. Igittigitt Deutschland. Den hat wahrscheinlich die Elbe angeschwemmt. Mit Karacho! Manche wollen das Kacketier nun in die kleine Wipper (Nebenfluss der Saale) schieben, damit es sich dort verkantet und am Besten langsam stirbt. Dann wäre das Problem erledigt. Schaffen sie aber eh nicht, sind zu wenige, die da anpacken können. Brauchste ja mindestens 5 Leute für und einen Kran oder so. In Rheinland-Fax kam auch ein Wal-Exemplar an. Aber nur halb so fett. 12,6 Tonnen ungefähr. Der kommt da in Zoo. In einen Käfig, zusammen mit den Braunbeeren. Da kann er dann sehen, wie er klarkommt. Selber Schuld, hat ihn ja schließlich keiner eingeladen. Wollte wohl seinen Kumpel, den Karnewal besuchen,...hahaha, sehr witzig. Falsch gestrandet Freundchen. Naja, und im faden Württenberg machte sich zeitgleich ein 15,1 Tonner breit. Den wollen die da aber gleich schlachten,...die Schwaben woll'n den schlachten. Und dann machste da Walnüsse draus und verteilst die im Schoppcenter. Im faden Württemberg wohnt auch ein molchiger Riese. Sie nennen ihn Kretsche, den großen Mann. Der tappst überall rum und will zu allen freundlich sein. Der kann wie ein Kamel-Eon die Farbe wechseln. Mal grün, mal schwarz, mal rot, mal tütengelb und dann wieder matt. Toller Typ. Wenn der auf den Wal drauftreten würde, würde der Wal aber blöd gucken. Macht Kretsche aber nicht. Kretsche ist molchnett zu allen, eine richtige Demokröte. Für mich ist Berlin ja meine Walheimat. Ich und meine Kumpels achten aber drauf, dass die Viecher hier klein bleiben. Ist nicht so einfach, weil die schnell wachsen, wenn du mal nicht hinguckst. Übergangsweise musste den auch mal auf'n Kopp hau'n, um das Wachstum zu hemmen. Alles schwierig trotzdem.

    Mittwoch 24.2.2016 - Besuchen sie Bautzen!

    Und schöner hetzen in Clausnitz!

    Peter Lustig ist gestorben. Ich fand den immer gut. Bei der Sendung mit der Maus und bei Löwenzahn zum Beispiel. Kleine heile Welt. Wie wohltuend in diesen Zeiten. Eine Flucht in die Sehnsucht, in die Träume und Utopien. Und wie das klingt: LUSTIG IST TOT. "Traurig" lebt aber noch. In mir sowieso. LIEBER WÜTEND ALS TRAURIG sage ich mir dann immer. Aber hilft das?! Das Elend der Geflüchteten ist krass genug. Die öffentlichen Debatten darüber sind von einer so brutalen Kälte überzogen, dass ich manchmal heulen muss. In Clausnitz bedrohen etwa 100 Leute einen ankommenden Bus mit Geflüchteten. Die Bullen zerren diese dann aus dem Bus heraus und in der zeitnahen Pressekonferenz wird das von den Bullen selbst als "angemessen" dargestellt. Willkommen in der nationalbefreiten Zone oder was?! In Bautzen brennt ein ehemaliges Hotel, welches als Geflüchtetenunterkunft verplant war. Brandstiftung, na klar, was sonst. Applaudierende Vollidioten behindern sogar noch die Löscharbeiten der Feuerwehr.

    "Bautzen, das sind 2 Sprachen, 8 Museen, 17 Türme, 20 Senfsorten, 80 Innenstadt-Kneipen, über 200 Saurier und eine über 1.000 jährige Geschichte.

    so heisst es auf der Homepage unter dem Stichwort Tourismus. "2 Sprachen!!!" Klasse! Voll multikulti, ey! Sächsisch und deutsch oder was ist gemeint?! Und 20 Senfsorten,...direkt abgefüllt in die Köpfe derjenigen, die meinen, sie seien irgendein "Volk" oder gar DAS VOLK. Whow, seid ihr krank. Und 200 Saurier...der

    Tyrannosachse Rechts

    zum Beispiel. Aber geschenkt, ich gehöre gar nicht zu denen, die hier unbedingt den Finger auf Sachsen legen wollen. Ist mir oberegal, in welchem Bundesland so'ne Scheisse passiert. Im letzten Jahr gab es über 1000 gezählte Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in ganz Deutschland. Keine/r stellt die Frage, warum eigentlich niemand diese Gebäude bewacht, wenn sie noch leer stehen. Das wäre nämlich eine ziemlich simple und billige Methode, um Brände zu verhindern. Stell da nur EINEN davor und schon rennt keiner mehr nachts unbemerkt rein, um oben im Dachstuhl ein Feuer zu entfachen. Unverständlich, dass das nicht passiert?! Nein, eigentlich nicht. Ich würde das mal "Doppelstrategie" nennen, denn es korrespondiert ja durchaus mit den Debatten über Obergrenzen und "Flüchtlingsstromreduzierungen". Das sind dann halt die praktischen Bilder dazu, die als Abschreckung durchaus nützlich sein können, wenn du deutlich machen willst, dass es jetzt aber auch mal reicht. Natürlich wird das öffentlich scharf verurteilt, aber politisch spielt es den Parteien durchaus in die Hände. In Österreich redet die Innenministerin Mikl-Leitner schon lange ganz offen und offensiv davon, dass die Flüchtlinge jetzt auch mal spüren sollten, dass sie nicht (mehr) willkommen sind. Hierzulande wird das bislang von vielen gedacht, aber von offizieller Seite nur hinter vorgehaltener Hand geäußert. Außer natürlich von PEGIDA, AFD und anderen antisozialen Kaltblütern. Die dürfen und wollen ihre gewalttätige Menschenverachtung ja überall verbreiten. Ihr besorgten Angstbürgeropfer! Selber Terror!

    Es stellt übrigens auch niemand die Frage, warum sich überhaupt Leute anmaßen, darüber zu entscheiden, wer hier leben darf und wer nicht. Hallo?! Wer sind wir denn?! Wieder mal die Herrenrasse oder was?! Mit welcher Selbstverständlichkeit habt ihr verinnerlicht, dass ihr die besseren Menschen seid, nur weil ihr einen deutschen Pass in der Tasche tragt??! Für den ihr mal gar nix getan habt...Hässlich, hässlich.

    Und auch wenn ich mich hier gerade auskotze, ich verliere meinen Humor nicht, denn er ist auch Waffe. Genau wie die Unvernunft und eine gewisse menschliche Naivität. Wichtig, dass wir zusammen lachen und kämpfen! Macht kaputt, was euch kaputt macht! Lacht kaputt, was euch kaputt macht. Niemand hat das Recht, Menschen zu regieren! Alles auf Anfang!

    Apropo Humor: Erstmal Kaffee kochen mit YOK!

  • Klick hier!
  • Und nun meine zweit-aktuellsten drei Musikvideos:

  • NICHTS BLEIBT! (YOK - ABC)
  • DAS PONKT (DAS FREMDE)
  • LAGARI! (ALLES GEHT VORBEI!)
  • Montag 14.2.16 - M99 !!

  • M99 Solivideo!
  • Haltet Augen und Ohren auf, denn der Laden von olle HG soll auch vertrieben werden. Wir sollten alle bleiben!

    Montag 25.1.2016 - Wird wohl voller

    Hi Leude! Konzert am folgenden Samstag wird wohl voll. Ihr könnt euch aber mit Karten im Vorverkauf versorgen, damit ihr auf der sicheren Seite seid:

  • FRIEDEMANN/YOK/CORETEX
  • Oder geht direkt zu Coretex in der Oranienstraße 3 in Kreuzberg. Wir sehen uns!

    Donnerstag 21.1.2016 - Henkels Rache

    Es ist schon wieder eine Woche her, da haben 550 Bullen die Rigaerstr.94 in Berlin/ Friedrichshain überfallen, rumdemoliert und sich offenbar ziemlich widerlich verhalten. Was war passiert?! Die offizielle Version ist die, dass ein einzelner Streifenbulle beim Aufschreiben von falschparkenden Autos von 4 Leuten attackiert wurde, die daraufhin im Hof der Rigaerstr.94 verschwanden. Innensenator Henkel machte daraus einen ziemlich großen Schuh, indem er ein paar hundert Cops ohne Durchsuchungsbeschluss in das Haus schickte. Es wurde ein massiver Akt der Rache, der Zerstörung und der Einschüchterung von Seiten der Staatsmacht. Warum?! Der angegriffene Streifenbulle wurde nicht schwer verletzt oder ähnliches. Ihm wurde auch nicht die Waffe entwendet oder so,...es gibt sogar Leute, die reden eher von einer "Schubserei"...Also was soll der Scheiß?! Was sollen die vielen zertretenen Wohnungstüren, die Schikanen, die dreckigen Sprüche und Erniedrigungsversuche der uniformierten Gewalttäter und Gewalttäterinnen?! Sie wollen zeigen, dass sie keinerlei anderes Leben und schon gar keine Rebellion dulden. Es stört sie, dass wir keine Angst vor ihrer "Staatsmacht" und keinen Respekt vor Uniformen haben. Es gefällt nicht, dass Menschen sich gegen hohe Mieten, Vertreibung und die Logik des Marktes wehren. Armut soll die Fresse halten und betteln. Demokratie soll bedeuten, sich zu verpissen, wenn die Reichen mit ihren Kaufverträgen, Baggern und Anwälten kommen. Ein buntes Berlin soll heißen, diese menschen- und lebensverachtenden Prozesse zu akzeptieren und schweigend und berauscht Parties zu feiern...Das ist Teil des "Wertesystems" von dem hier auch immer gern im Kontext von Migration und Flucht gesprochen wird. Die Schere zwischen arm und reich ist Teil dieses Wertesystems, Nationalismus auch....Klar machen wir da nicht mit. Und auch wenn Widerstand tatsächlich manchmal zwecklos ist, so ist es schön, dass er doch da ist! Ohne Vernunft oft, und nur aus'm Bauch raus. Voll okay! Klick und tanz den

  • immigrant punk!
  • Ach so, Innensenator Henkel ist offenbar Mitglied der fakultativ schlagenden Sängerschaft Borussia Berlin, welche ein reiner Männerbund ist,...womit ich wieder bei dem Thema wäre, welches hier folgt, aber zeitlich zurückliegt:

    Dienstag 12.1.16 - Männer in Gruppen

    Die Silvesternacht war vielerorts eine beschissene Nacht. In Köln war es offenbar besonders heftig. Männer in großen Gruppen haben Frauen bedroht, eingekreist, bedrängt, angefasst und beklaut. Das muss der blanke Horror für die Opfer gewesen sein, auch weil es scheinbar kaum oder keine Hilfe gab. Weder die Bullen, noch die vielen anderen Menschen, die in unmittelbarer Nähe gefeiert haben, sind eingeschritten. Das ist nicht zu entschuldigen. Vielleicht ist es damit zu erklären, dass wir meist nur auf das reagieren (können), was in unserem Erfahrungsschatz schon mal vorgekommen ist. Bilder von 30, 50 oder 100 Männern, die in großen Pulks zusammen stehen, wo im Innersten des Kreises sexualisierte Gewalt gegen 1, 2 oder 3 Frauen passiert, habe ich/haben die meisten Menschen bislang auch nicht im Kopf gehabt. Situationen in diesem Ausmaß sind hierzulande (entschuldigt die bekloppte Formulierung) auf öffentlichen Plätzen in dieser Form tatsächlich etwas Neues. Deshalb sind wir erschrocken, geschockt, wütend, fassungslos. Aber Sexismus, sexualisierte Gewalt, Übergriffe und Vergewaltigungen sind hier, wie überall auf der Welt, leider auch alltäglich, vor allem im häuslichen/familiären Bereich, aber auch im öffentlichen Raum. Jedes Schützenfest, jede Ballermann-Party, und allen voran das Münchner Oktoberfest sind handfeste Indizien dafür, dass patriachale Verhaltensweisen alltägliche Normalität auch in Deutschland sind. Auf dem angeblich größten organisierten Besäufnis der Welt, dem Münchner Oktoberfest, werden im Schnitt jedes Jahr 10 Vergewaltigungen angezeigt. Die Anzahl der nichtangezeigten Übergriffe, Vergewaltigungen, Gewalttaten liegt natürlich um ein vielfaches höher. Das ist "normal", das ist "akzeptiert" und es wird jedes Jahr aufs Neue wieder neu veranstaltet, abgefeiert und zelebriert. Ich erwähne das nicht, um zu relativieren, sondern um der öffentlichen Debatte diesen ganz wesentlichen Aspekt hinzuzufügen. "Unsere nationale oder auch europäische Wertegemeinschaft", wie sie gern genannt wird, ist durchzogen von patriachalem Verhalten, sexualisierter Gewalt und der medialen Selbstverständlichkeit, dass jeder Körper auch eine Ware sein kann. Das wird beworben und gelebt. Es ist Teil einer kapitalistischen, neoliberalen Verwertungslogik. Und es ist ein Grund dafür, dass Männer in Gruppen sich hier stark und mächtig fühlen können, ob alkoholisiert oder nicht, ob zu dritt oder zu hundert, ob deutsch oder arabisch, ob christlich oder muslimisch, ob uniformiert oder nicht. Gestern gab es offenbar in Leipzig eine Gruppe von 200 Hooligans, die am Rande der rassistischen Legida-Demo unter anderem einen Döner-Imbiss massiv zerstört haben. Ohne Genaueres darüber zu wissen, würde ich wetten, dass diese Faschos alle einen deutschen Pass haben und dass es zu 100% Männer waren. Männer in Gruppen.

    Ich will nicht das Eine mit dem Anderen vergleichen, das geht nicht, aber ich möchte deutlich sagen, dass die Gesamtüberschrift zum Thema für mich MÄNNER IN GRUPPEN heißt.

    Die furchtbaren Angriffe auf die Frauen in Köln liegen nun 12 Tage zurück. Die öffentliche Debatte wird seitdem bestimmt von Begriffen wie "schärfere Asylgesetze" und "alle abschieben". Es sind Bürgerwehren entstanden und es gab als Reaktionen auch schon wieder vermehrt willkürliche Angriffe und Hetzjagden auf beliebige Migrant_innen,...natürlich verübt von Männern in Gruppen. Es wird schwer werden, weiterhin "gleiches Recht für alle" zu fordern, aber wir sollten es dennoch tun, um nicht den Pfad eines menschlichen (antinationalen) Miteinanders zu verlassen. Das bedeutet auch weiterhin, dass ich für das Recht kämpfen werde, dass Menschen dort leben können, wo sie gerne leben wollen oder wohin sie geflüchtet sind. Ob sie einen entsprechenden Pass haben oder nicht, ist mir total egal. Gleiches Recht für alle heißt, dass du entweder alle Menschen ausweist, die auf eine bestimmte Art und Weise kriminell geworden sind, oder eben niemanden. Das sei vor allem denen gesagt, die meinen, dass ihr deutscher Pass ihnen das Recht gibt, über andere zu bestimmen, zu urteilen, um ihnen dann den Weg ins Verderben zu weisen. Und glaubt mir, ich wünschte, jeder dieser Kölner Täter wäre Silvester direkt mit Gegenwehr konfrontiert worden, mit Menschen, die ihnen zeigen, wie armselig und scheisse ihr Verhalten ist.

    nach oben